Namen sehen.
Zusammenhänge hinterfragen.
Dieser Atlas zeigt, wo sich Schreibformen von Ortsnamen häufen. Er erklärt keine Namensherkunft.
Drei Quellen, unterschiedliche Aufgaben
BKG GN250 liefert maßstabsbezogen ausgewählte Ortsnamen. Übernommen werden reale Ortslagen (AX_Ortslage), Gemeindeteile soweit gekennzeichnet und alternative Namen. Die Quelle unterscheidet hier nicht zuverlässig Städte und Dörfer. Kleine Weiler, Wohnplätze und Ortsteile können fehlen.
Der fixierte GN250-Download trägt den Produktstand 2024, enthält aber auch spätere Bearbeitungsdaten aus 2026. Er ist kein ausschließlich historischer Siedlungsbestand von 2024. Die Verwaltungsgrenzen und Einwohner werden dagegen über denselben geprüften Gebietsstand verbunden.
BKG VG25 liefert Verwaltungsgrenzen und regionale Filter. VG250-EW liefert Einwohnerzahlen der Verwaltungseinheiten. Beide werden nur bei passendem Gebietsstand verbunden. Auf der Karte und in Exporten steht die konkrete veröffentlichte Kombination.
VG25 2024 ist unter CC BY 4.0 lizenziert; GN250 und VG250-EW unter dl-de/by-2-0. Das gemeinschaftliche deutsch-luxemburgische Hoheitsgebiet ist laut Quelle keiner Gemeinde zugeordnet und wird nicht als Gemeinde ausgewertet. Strukturlose Bodenseeflächen werden ebenfalls ausgeschlossen; reguläre gemeindefreie Gebiete bleiben enthalten.
So wird gesucht
Die Karten suchen jeweils eine literale Endung mit optionalen, sichtbar ergänzten Varianten am Ende des vollständigen Namens einschließlich Klammern und Zusätzen. Die API unterstützt zusätzlich Präfixe, Bestandteile und exakte Namen. Groß- und Kleinschreibung werden über Unicode NFC und Casefold vereinheitlicht (Unicode 15.1). „ß“ entspricht dadurch „ss“. Ä, ö und ü werden nicht mit ae, oe und ue gleichgesetzt.
Ein führendes Minus in der Endungseingabe ist Schreibnotation und wird entfernt. Prozentzeichen, Unterstriche und Kommas sind sonst normale Zeichen. Die Originalnamen bleiben erhalten.
Namensvarianten können einen Treffer auslösen; ein Ort wird trotzdem einmal gezählt. Wenn nur ein alternativer Ortsname passt, zeigt die Detailansicht diesen mit „Treffer über“ an. Beispielsweise passt Borgstedt über den alternativen Namen Borgsted zur Endung „-sted“; „-sted“ und „-stedt“ bleiben getrennte Suchmuster. Ausschlüsse gelten für alle Namen desselben Ortes: Passt ein ausgeschlossener Name, entfällt der Ort für diese Gruppe. Überlappende Gruppen bleiben sichtbar. „Kirchbach“ passt sowohl zu „-bach“ als auch zu „-ach“. Dasselbe Ortsobjekt kann deshalb auf mehreren Karten erscheinen; deren Zahlen werden nicht zu einer Gesamtzahl addiert. „-ing“ und „-ingen“ bleiben getrennte Muster. Die zehn Startendungen sind eine redaktionelle Auswahl, keine Häufigkeitsrangliste. Eigene Endungen können per Eingabe oder Vorschlagschip ergänzt werden; jede Karte lässt sich bearbeiten, entfernen und umordnen. Auswahl und Reihenfolge bleiben im teilbaren Link erhalten.
Was die Zahlen bedeuten
Ortszahlen zählen eindeutige erfasste Ortsobjekte. Der Nenner eines regionalen Anteils enthält alle erfassten Orte derselben Region, Ortsart und Datenversion – ohne Namensfilter. Ein expliziter API-Ausschnittfilter gilt auch für den Nenner; reines Verschieben der Karte filtert keine Statistik.
Die Einwohnerauswertung betrachtet den eigenen Namen der administrativen Gemeinde und summiert jede passende Gemeinde einmal. Sie weist Ortsteilen keine eigene Bevölkerung zu. Fehlende Einwohnerwerte unterbrechen die betreffende Summenauswertung. Höhere Verwaltungsebenen werden nicht hinzuaddiert.
Die Karten lesen
Alle Karten verwenden dieselben quadratischen Zellen von 20 × 20 km im flächentreuen Koordinatensystem EPSG:3035. Der feste Ursprung ist (0 m, 0 m); eine Zellkennung x_y bezeichnet die abgerundeten Koordinaten geteilt durch 20.000. Jede Zelle wird als kleiner Kreis an ihrem festen Mittelpunkt gezeigt; alle Karten nutzen dieselben Positionen. VG25 bestimmt, welche Zellen zur gewählten Region gehören. Dieses metrische Quadratgitter ersetzt bewusst das historische Hexbinning in Bildschirmkoordinaten. Die Zuordnung der Orte verwendet die Originalkoordinaten und die unvereinfachten Regionsgrenzen.
Der Anteil ist die Zahl eindeutiger passender Orte geteilt durch alle berücksichtigten eindeutigen Orte derselben Zelle. Beispiel: 10 passende von 40 Orten sind 25 %. Der Namensfilter wirkt nur auf den Zähler. Gemeinsame Regions-, Ortsart- und Versionsfilter wirken auf Zähler und Nenner. Einwohnerzahlen sind kein Nenner.
„Muster hervorheben“ ist der Standard: Jede Karte reicht von 0 bis zu ihrem eigenen höchsten Zellanteil. Die Legende unter jeder Karte zeigt den jeweiligen Wertebereich; gleiche Farben können dabei unterschiedliche Anteile bedeuten. „Anteile vergleichen“ verwendet das höchste Zellverhältnis aller Karten als gemeinsame Obergrenze. Dann gilt überall dieselbe Farbe für denselben Anteil. Die Skalen sind linear und werden bei Endungs- oder Regionsänderungen neu berechnet.
Alle belegten Zellen bestimmen das Maximum, auch bei nur einem Ort. Es gibt keine Mindestfallzahl für die Skalenberechnung und keine abgeschnittenen Extremwerte. Eine Zelle mit einem passenden von einem Ort hat 100 %. Unter zehn Orten warnt die Zellinformation vor geringen Fallzahlen. Ohne Treffer ist das eigene Maximum 0 %; die Karte bleibt sichtbar. Grau bedeutet „keine Daten“: keine berücksichtigten Orte. Sehr helles Grün bedeutet 0 %: Orte vorhanden, keine Treffer.
Das 20-km-Raster ist ein Kompromiss zwischen sichtbaren regionalen Mustern und ausreichenden Fallzahlen in der maßstabsbezogenen GN250-Auswahl. Dünn besetzte Randzellen werden ausdrücklich erkennbar gehalten. Zellwerte und Namenslisten sind per Maus, Antippen oder der tastaturbedienbaren Aktion „Zellwerte“ erreichbar. Längere Listen werden seitenweise nachgeladen.
Grundgesamtheit geprüft
Die vorhandene GN250-Quelldatei enthält 172.403 Datensätze, darunter 46.824 AX_Ortslage-Objekte. Der Import schließt 966 als virtuell gekennzeichnete Ortslagen aus und übernimmt 45.858 eindeutige NNID: 9.790 mit GEMTEIL=Nein und 36.068 mit GEMTEIL=Ja. Die Zahl 9.790 ist damit genau die Teilmenge ohne Gemeindeteile, nicht die gesamte vorgesehene Auswahl. Die Übersicht berücksichtigt standardmäßig beide Ortsarten. Der Import ist nicht auf einen Ausschnitt oder eine Testmenge begrenzt und übernimmt Siedlungsobjekte, nicht nur AX_Gemeinde. Alternative Namen werden demselben Objekt zugeordnet.
Die vergrößerte Detailkarte
Bis Zoomstufe 8 bündeln Kreise Orte in einem regelmäßigen Raster nach Gruppenzugehörigkeit. Ab Zoomstufe 9 erscheinen Einzelpunkte. Dunkle Punkte passen zu mehreren Gruppen. Die Punktdarstellung dient dem freien Erkunden; ihre Kreise verwenden nicht die Anteilsfarbskala der Übersicht. Die Rasterauswertung hängt nicht von geladenen Kacheln ab. Zu große Kacheln oder Exporte werden ausdrücklich abgewiesen.
Gestalterische Referenz
Das Prinzip der vergleichbaren kleinen Karten und der relativen Häufigkeiten folgt „-ach, -ingen, -zell“ von Moritz Stefaner. Die Referenz aggregiert in Hexbins, zeichnet Kreise und skaliert jede Karte einzeln. Diese Prinzipien wurden in Vue/SVG eigenständig umgesetzt; React- und Webpack-Code wurde nicht übernommen. Bewusst angepasst sind das gemeinsame metrische Raster, sichere Endungsfilter, ein zusätzlicher Vergleichsmodus, skalierte Prozentangaben und ausdrücklich optionale Varianten. Referenzcode: ach-ingen-zell, Copyright 2016 Moritz Stefaner, Apache License 2.0; Lizenztext und Herkunftshinweis liegen im Projekt bei.
Offen und selbst hostbar
Der Atlas benötigt keinen externen Hintergrundkartendienst. Betreiber können eine Basiskarte mit passender Attribution und Nutzungsberechtigung konfigurieren. Ohne Anmeldung und ohne Tracking. Synthetische Testbestände werden in der Oberfläche ausdrücklich gekennzeichnet.
Datennutzung nach den mitgelieferten BKG-Lizenzhinweisen; der konkrete Quellenvermerk wird je Import gespeichert. Zukünftige etymologische Aussagen benötigen eine belegte Quelle und einen eigenen fachlichen Prüfstatus.